G-Man

Veröffentlicht am 18. Februar 2026 um 16:28

Superhelden und -heldinnen gehören seit fast 100 Jahren fest zum Repertoire fiktiver Charaktere in der westlichen Welt. Meist haben sie übermenschliche Fähigkeiten oder besitzen anders geartete, besondere Eigenschaften. Ursprünglich bekämpften sie das Böse, traten gegen Ungeheuer oder Aliens an. Heute gibt es aber auch Helden, deren Hintergrundgeschichte weit differenzierter ist.

Im Duisburger Stadtgebiet stößt man hier und da auch auf gestickerte Helden und -heldinnen. Duisman als Maskottchen dieses Blogs ist hier zu erwähnen. Eine düstere Herkunft scheint dagegen der G-Man zu besitzen, der in der Stadt an vielen Orten anzutreffen ist, aber in Wanheimerort einen echten Verbreitungsschwerpunkt hat. Dabei muss es sich um einen Formwandler handeln, denn kein G-Man gleicht dem anderen.

Die G-Man-Sticker bestehen aus schwarzen Figuren, die auf weißem Hintergrund gekrakelt wurden. Sie wurden schnell gemalt, was ihre Vielfältigkeit erklärt. Eine besonders eindrucksvolle Erscheinungsform ist in der Fischerstraße in Wanheimerort auf einem Stromkasten zu finden. G-Man steckt da in Multifunktionshosen, wobei lediglich deren kantige Umrisse zu erkennen sind. Er hat eine Hand mit drei Fingern und zwei weiße Punktaugen. Wie das S bei Superman prangt der Buchstabe G auf der Brust.

Dieser Buchstabe ist dann auch der große gemeinsame Nenner, mit dem alle G-Men oder G-Women in der Stadt erkannt werden können. Ihre Umrisse wurden mit Filzstift gezeichnet oder gesprayt und hängen teilweise bereits seit Jahren, die Stickergründe sind oftmals schon rissig. Manchmal ersetzt das G den ganzen Kopf des Helden, manchmal hält er es statt einer Hand vor sich. G-Man ist unscheinbar, aber bereichert die Duisburger Aufkleber schon seit langer Zeit mit seinen wandelnden Formen. Ferdinand Leuxner

Alle Abb.en Leuxner, 2026.

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