Where the Turm is

Veröffentlicht am 18. März 2026 um 08:31

Duisburg besitzt viele bauliche Sehenswürdigkeiten. Bei Fahrradtourist*innen besonders beliebt ist die begehbare Skulptur „Tiger & Turtle – Magic Mountain“ im Angerpark, die im Jahr 2010 eingeweiht wurde. Aber auch das Museum Küppersmühle, das in einem umgebauten Getreidespeicher im Innenhafen untergebracht ist, gehört zu den überregional bekannten Bauten der Stadt.

Unter den Stickernden zwischen Rhein und Ruhr wird aber ein anderes Bauwerk favorisiert. Auf den Aufklebern im Stadtraum stößt man besonders häufig auf einen Schornstein, dessen Rohre, anders als bei vielen ähnlichen Bauten, nicht unter einer Backsteinkonstruktion verborgen wurden. Der Schornstein ist nicht begehbar und liegt im Stadtteil Hochfeld: Der Stadtwerketurm.

Der Turm leitete jahrzehntelang die Abgase des Heizkraftwerkes Hochfeld in höhere Luftschichten. Inzwischen ist das Kraftwerk zurückgebaut und nur noch der unter Denkmalschutz stehende Turm ragt circa 180 Meter in die Höhe. Aufgrund seiner Höhe ist der Turm auf Fotos, die irgendwo im Dellviertel oder in der City aufgenommen werden als Hintergrund oft mit dabei.

Auf den Stickern taucht der Stadtwerketurm dann folgerichtig auch vor allem als Silhouette auf. Die markanten drei Rohre und die umlaufenden Plattformen sind dabei häufig in Grün gehalten. Dies hängt mit einer Lichtinstallation zusammen, durch die der Turm seit dem November 1999 in dieser Farbe angeleuchtet wird. Dabei findet sich der Turmaufbau beispielsweise auf einer Arbeit des Duisburger Künstlers mister7_art vor dem blauen Schriftzug „DUIS/ BURG/ CITY“. 

Für andere Street Artist wird der Turm einfach mit einem Gefühl des Ankommens verbunden: Immer wieder stößt man im Stadtraum auf ein Bild des Turms samt des rechteckigen Unterbaus; daneben steht „Home is where the Turm is“. Und von Darstellungen der Skyline der Stadt ist der Stadtwerketurm auch nicht wegzudenken. Das hübsch-hässliche Bauwerk gehört für Duisburg-Insider einfach dazu. Ferdinand Leuxner

Alle Abb.en Leuxner, 2026.

 

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