Neben der Cubus Kunsthalle, die am zurückliegenden Mittwoch Thema eines Blogeintrags wurde, werden derzeit noch weitere Klebeelemente auf dem Duisburger Stadtgebiet in Ausstellungen präsentiert. 2026 findet nämlich erstmals die Manifesta im Ruhrgebiet statt. Unter dem Titel „This is not a church“ macht die Wanderbiennale Station in verschiedenen ent- oder umgewidmeten Kirchen im Pott.
Duisburg ist mit der Liebfrauenkirche in der Stadtmitte als eine der Manifesta-Venues vertreten. Im ehemaligen Gottesdienstraum hat der Künstler Emil Walde eine Installation aufgebaut, die vielen Duisburger*innen vertraut vorkommen dürfte. Walde nutzte nämlich die alten Fenster des Duisburger Hauptbahnhofs, die mit ihren geklebten Rissen bereits Thema im Blog gewesen sind (Sticker der Woche: Duisburg-City, da isser! / Blog | Bildstockart). Leider geht der Titel des Kunstwerks nicht auf die Herkunft der Scheiben ein.
Im Stadtraum verbreiten sich daneben die Werbesticker für die Manifesta, die mit den in sanftem Blau gehaltenen Ausstellungslogo an Straßenlaternen und auf Stromkästen allerdings kaum auffallen. Diese unauffälligen Kleber stehen im Widerspruch zur Aussage der Kohlemanagerin Bärbel Bergerhoff-Wodopia, wonach die Manifesta 16 Ruhr das „Ruhrgebiet als kulturelle Metropole zusätzlich strahlen“ lasse.
Wesentlich auffälliger sind dagegen die kleinen Schwarz-weißen Sticker in verschiedenen Varianten, die sich seit einigen Wochen ebenfalls in der Stadtmitte verbreiten. Mit dem filigranen Hinweis auf den bahnhofsnahen Ludgeriplatz und einem roten Herz verweisen sie auf das ruhrgebietsweite Begleitprogramm zur Manifesta, das in Duisburg auch von der Initiative „WeloveLudgeriplatz“ übernommen wird. In den kommenden Wochen steht in diesem Programm auch die Streetart um den Platz im Mittelpunkt eines Rundgangs. Ferdinand Leuxner
Alle Abb.en Leuxner, 2026.
Zum Weiterlesen:
- Tobi Müller: Kollektiv Europa betrauern. In: Monopol Manifesta 16 Ruhr. S. 12 f.
- Fabienne Piepiora: Verspottet und geliebt: Kult-Fenster vom Hauptbahnhof sind zurück in Duisburg, WAZ (2026), abgerufen am 13. August 2026.
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