Die Frucht, die wir heute als Zitrone kennen, entstand als Kreuzung zwischen einer Bitterorange und einer Zitronazitrone um das Jahr 1000 herum in Indien. Heute ist sie das Symbol für saure Lebensmittel schlechthin. Sprichwörter wie „Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus“ verweisen auf den hohen Säuregehalt in ihrem Fruchtfleisch. In den USA wurde sogar ein besonders saurer Fruchtgummi nach der Zitrone – englisch Lemon – benannt: Die Lemon Ropes.
Eine saure Zitrone steht auch im Mittelpunkt einiger Sticker, die sich seit einigen Wochen entlang des Duisburger Innenhafens verbreiten. Nach dem Vorbild eines Internetstars der 2000er Jahre – der Annoying Orange – wurde die Zitrone auf den Klebern mit Augen und einem Mund ausgestattet. Dadurch entsteht ein wiedererkennbarer Charakter, der auf den Stickern in verschiedenen Situationen zu sehen ist.
Die Zitrone streckt die Zunge heraus, hat verliebte Herzaugen, verdreht die Pupillen oder grinst. Sogar ein kleiner Zitronenbaum, an dem mehrere der Grinsefrüchte hängen, ist im Innenhafen zu entdecken. Die kleine Besonderheit der Zitrone: Sie kann sich in der Mitte durchschneiden und bietet dann in ihrer Mitte Platz für andere. So taucht etwa der kleine Woodler aus der us-amerikanischen Serie Futurama auf einer der Zitronenhälften auf.
Neben den Stickern ist im Innenhafen sogar eine Sperrholz-Variante der Zitrone zu finden. Sie wurde an einem der dort befindlichen, historischen Kräne befestigt und besitzt Extremitäten aus mit Stoff umwickelten Draht. Hinter den lustigen Arbeiten steckt der Streetartist Lemon Rope, der seine Arbeiten auch signiert und in Düsseldorf sogar ein eigenes Atelier betreibt, wie er Gianna Reich in ihrem Podcast verriet. Ferdinand Leuxner
Alle Abb.en Leuxner, 2026.
Zum Weiterlesen:
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Instagram: Lemon Rope (@lemon_rope) • Instagram-Fotos und -Videos, abgerufen am 9. September 2026.
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Gianna Reich: Kunst & Krawall Podcast – Gianna Reich, abgerufen am 9. September 2026.
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