Die Duisburger Museums- und Galerielandschaft ist vielfältig. Neben den vielen Kunstmuseen und Ausstellungshäusern existieren zwei städtische Geschichtsmuseen: Zum einen das Historische Zentrum am Innenhafen, das aus dem Stadtarchiv, dem Zentrum für Erinnerungskultur und dem Kultur- und Stadthistorischen Museum besteht, zum anderen das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt im historischen Ruhrorter Hallenbad.
Dabei sind die Sammlungen des Schifffahrtmuseums nicht nur auf das Museumsgebäude beschränkt. Drei historische Museumsschiffe ankern am unweit gelegenen Steiger Schifferbörse. Während das Kranschiff Fendel 147 nicht besichtigt werden kann, sind der Eimerkettendampfbagger Minden und das Räderboot Oscar Huber regelmäßig für Besucher*innen geöffnet. Um den Erhalt der alten Schiffe zu sichern, geht das Museum Kooperationen mit verschiedenen Sponsoren ein. Hiervon zeugt ein Sticker aus der Sammlung Gierhartz.
Auf dem runden Aufkleber ist die über 100 Jahre alte Oscar Huber zu sehen, die 1921/1922 in Duisburg auf der Werft Ewald Berninghaus entstand und heute als „der letzte erhaltene Raddampfer auf dem Rhein gilt.“ (Wikipedia, Oscar Huber). Unterhalb des Schiffs wurde eine an Wasser erinnernde, blaue Fläche abgetrennt, auf der die Kleberinschrift zu finden ist. Sie lautet: „Duisburg macht den Oscar flott“.
Denn in den 1990er Jahren war eine Generalüberholung des Museumsschiffs vorgesehen. Um den im Wasser liegenden Kahn fit zu machen, wurden die Sparkasse Duisburg und das Gelsenkirchener Rohr- und Schraubtechnikunternehmen DWT als Geldgeber gewonnen. Deshalb sind die Logos der beiden Unternehmen auf dem Sticker zu sehen. Der Umbau der Oscar Huber fand auf der Meidericher Schiffswerft statt.
Danach bot das Schiff über 30 Jahre lang Besucher*innen die Möglichkeit, einen Blick in die Lebensbedingungen von Schiffer*innen auf dem Rhein zu werfen. Erst 2025 wurde die Oscar Huber neuerlich generalsaniert. Obwohl das Binnenschifffahrtsmuseum keine eigenen Sticker ausgibt, ist es mit dem Aufkleber der Oscar Huber in die Duisburger Stickergeschichte eingegangen. Ferdinand Leuxner
Abb. Leuxner, 2026.
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