Sticker der Woche: Matrosen, Matrosen, Matrosen

Veröffentlicht am 10. August 2026 um 09:50

Der Hafenstadtteil Ruhrort besitzt eine einzigartige Struktur. Ein erhaltener Altort mit historischen Häusern, in denen sich immer noch viele Gaststätten, Bistros und Bars befinden und die Nähe zum Rhein und den Hafenbecken machen ihn zu einem Anlaufpunkt für Tourist*innen und Gäste Duisburgs. Es wundert nicht, dass sich diese Besonderheiten auch in den verklebten Stickern niederschlagen.

Heute stehen zwei Aufkleber im Zentrum dieses Blogeintrags, die beide eng mit der Geschichte des Stadtteils verbunden sind. Früher war Ruhrort nämlich voller Seeleute, die ihre Heuer von der zurückliegenden Fahrt hier vertranken. Dabei finden sich popkulturelle Anspielungen auf berühmte Matrosen vor allem um den zentralen Neumarkt. Leider ist vom wahrscheinlich bekanntesten Matrosen der Comicgeschichte nur noch wenig zu sehen.

Ein großes Paste-Up am Neumarkt erinnert in Ruhrort seit einigen Jahren an Popeye, der bereits im Jahr 1929 vom us-amerikanischen Zeichner Elzie Crisler Segar erfunden wurde. Popeyes markantes Äußeres mit Kapitänsmütze, Anker-Tattoo auf dem linken Unterarm, grotesken Proportionen der Arme und schiefem Gesicht, bedingt durch die im Mundwinkel eingequetschte Pfeife und das beständige Zukneifen eines Auges wurde auch in Ruhrort gut getroffen. Er machte Werbung für das jährlich stattfindende Hafenfest in Ruhrort.

In der Nähe der Ankerbar am westlichen Ende des Platzes wurde darüber hinaus ein weiterer Comic-Matrose auf einem Blumenkübel verklebt. Dieser trägt die weiße Montur von Marineangehörigen aus England oder den USA und erleichtert sich stehend vor dem Etablissement. Der Gesichtsausdruck und der Cocktail in seiner Hand verdeutlichen, dass er zuvor dem Alkohol zugesprochen hat. Ferdinand Leuxner

Alle Abb.en Leuxner, 2026.

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.