Vorher-Nachher

Veröffentlicht am 17. Juni 2026 um 08:37

Die Stadt Duisburg gehört zu den Orten, an denen die Sozialarbeit für Kinder und Jugendliche eine besonders lange Tradition hat. Bereits in den 1970er Jahren entstand das Eschhaus-Zentrum in der Stadtmitte als zweites soziokulturelles Zentrum in der Bundesrepublik. Hier konnten Jugendliche außerhalb des Elternhauses zusammenkommen und Veranstaltungen besuchen.

Heute übernimmt das Zentrum Stapeltor in der gleichnamigen Straße am Rande der Altstadt diese Rolle. Dass sich hier alles trifft, was in Duisburg Rang und Namen hat, macht schon die mächtige Doppeltür zur Bar im Keller des Zentrums deutlich. Sie ist über und über mit Stickern beklebt, sodass das Stapeltor-Logo, das ursprünglich hier angebracht war, kaum noch zu erkennen ist.

Die Stickervielfalt am Ort der Soziokultur ist kaum zu überblicken. Regelmäßig werden außerdem Ankündigungsplakate an der Tür angebracht, die den Ort zusammen mit den politischen Einlassungen zum Tagesgeschehen und den Stickern mit künstlerischem Anspruch zu einem der buntesten Symposien im Stadtgebiet machen (Stickersymposien in der City / Blog | Bildstockart). 

Fast unauffällig mutet dagegen ein kleiner Kleber etwa im Zentrum der Symposiums an. Auf ihm ist – ganz Meta – die Tür des Stapeltors zu sehen. Allerdings fehlen hier die vielen bunten Kleber, die heute das Bild prägen. Vielleicht geht der Sticker auf ein Foto zurück, das kurz vor der Eröffnung 2019 entstand. Seitdem ist viel passiert und nur noch der Aufkleber erinnert an Zeiten, in denen die Tür zum Zentrum lediglich das Logo des Stapeltors zierte. Ferdinand Leuxner

Alle Abb.en Leuxner, 2026.

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